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Abb.: Auch die Frauen organisieren sich in landwirtschaftlichen Vereinigungen, um der Armut zu entgehen

Ein Dankeschön aus Süd-Kivu - NATURATA hilft der Landbevölkerung im Kongo - dank Ihrer Mithilfe!

10.10.2018


Aus der kongolesisch-ruandischen Grenzregion Süd-Kivu erreichen uns ermutigende Nachrichten: die Zusammenarbeit von NATURATA und SOS Faim trägt erste Früchte. Acht Monate, nachdem der symbolische Scheck über 15.000 Euro der Luxemburger Nicht-Regierungs-Organisation SOS Faim überreicht wurde, können wir allen NATURATA-Kundinnen und –Kunden, die mitgeholfen haben, diesen Betrag im Rahmen unserer letztjährigen Weihnachtskation zusammenzutragen, gute Erfolge bei der Verwendung der gemeinsam aufgebrachten Mittel vermelden.

Rückblick: Mit nachhaltiger Landwirtschaft die Armut bekämpfen


In der konfliktträchtigen und politisch instabilen Gegend, die seit dem Zustrom ruandischer Flüchtlinge nach 1994 von starkem Bevölkerungsdruck geprägt ist, leben fast drei Viertel der Menschen (70%) von Landwirtschaft. Doch infolge massiver Abholzung, um Brennmaterial zu gewinnen, ausgelaugter Böden aufgrund einseitiger Nutzung und anderer Faktoren haben sich Lokalklima und Ertragsperspektiven der Landwirtschaft in Süd-Kivu massiv verschlechtert.

Hier kommen die „Amis du Kivu“ als regionale Partnerorganisation von SOS Faim ins Spiel. „Amis du Kivu“ hat sich vorgenommen, der Landbevölkerung nachhaltig bei der Verbesserung ihrer Ernährungssituation zu helfen. Selbst kleine Summen bewirken dabei Großes. So kostet eine stabile Harke nur 2,80 Euro, und mit 20 Euro lässt sich eine verbesserte und zugleich ressourcenschonende Feuerstelle einrichten (s. unten).

Doch ehe die Menschen in Süd-Kivu diese und andere Gerätschaften und Techniken einsetzen können, wollen sie das notwendige Wissen erwerben... und dabei hilft „Amis du Kivu“! Zahlreiche Fortschritte wurden hier bereits erzielt.


Multiplikatoreneffekte erzielen


Im Moment ist „Amis du Kivu“ dabei, Forschungsvorhaben aus der Praxis über die unterschiedlichen Arten der Bodenbefruchtung abzuschließen, um die Bauern bei der Anwendung umweltschonender Methoden begleiten zu können. Zudem wurden in den vergangenen beiden Jahren vier Feldtage und vier Besuche zum Erfahrungsaustausch über die besten landwirtschaftlichen Praktiken organisiert.

Und die Kooperativen werden auch weiterhin begleitet: wenn sie sich bilden, organisieren und Tätigkeiten zur Einkommenserzielung durchführen. Im laufenden Jahr wurden fünf bäuerliche Kooperativen zugelassen und im Genossenschaftsverzeichnis angemeldet. Ebenso viele haben die für eine rechtliche Zulassung benötigten Dokumente bereits beisammen. Von insgesamt 28 bäuerlichen Kooperativen verfügen nun 24 über Einkünfte, die ihnen eine größere Autonomie erlauben.

Vorschau auf den nächsten Schritt


2017 hat die Nichtregierungsorganisation „Amis du Kivu“ mit der Evaluierung ihrer Tätigkeit und der Ausarbeitung einer neuen strategischen Planung für 2017 bis 2021 begonnen. Dieser Plan sieht die Durchführung von Aktionen vor, deren Ziel die „ländliche Entwicklung in den Provinzen Nord- und Süd-Kivu“ ist und zwar „umweltschonend, nachhaltig und fair.“ Die ersten beiden Achsen dieser Strategie betreffen die Verbesserung der Ernährungssouveränität und die ausgewogene Steuerung der Ökosysteme in den ländlichen Milieus von Süd- und Nord-Kivu.

Auf dieser Grundlage wird nun die zweite Etappe des Ende 2017 von NATURATA und SOS Faim gemeinsam gestarteten Fünf-Jahres-Plans anvisiert. In dieser Etappe geht es vor allem um positive Nebeneffekte für den Umweltschutz in dieser eigentlich so reichen, aber durch menschliche Einwirkung und abträgliche Formen der Landwirtschaft so beeinträchtigten Region.

2017 war „Amis du Kivu“ sehr aktiv bei der Förderung der gemeinschaftlichen Wiederaufforstung und agrarökologischer Methoden wie der Agroforstwirtschaft oder der Kompostierung. Große Flächen wurden wieder bewaldet und zahlreiche Haushalte sensibilisiert für die Anwendung umweltschonender Produktionsmethoden. Aber es gibt noch immer viel zu tun.
Da geht definitiv noch mehr…

Gemeinsam mit SOS Faim und „Amis du Kivu“ will NATURATA helfen, dieses Ziel zu erreichen..

Helfen Sie wieder mit? Dann merken Sie sich bitte schon jetzt die NATURATA Weihnachtsaktion 2018/19 vor. Wie immer beginnt sie am 1. Dezember…

Wir zählen auf Sie!